Fulfillment vs. Dropshipping: Was ist die richtige Wahl für Onlinehändler?

Die Key Takeaways des Beitrags

Beim Dropshipping verkaufen Sie Produkte, die dem Anbieter gehören, während Sie beim Fulfillment eigene Waren einkaufen und nur die Logistikdienstleistungen bezahlen.
Dropshipping ermöglicht Ihnen einen kostengünstigen Einstieg ohne Investition in Warenbestände, während das Fulfillment eine höhere Anfangsinvestition für die Warenbeschaffung erfordert.
Mit Dropshipping haben Sie kaum Einfluss auf Lieferzeiten, Verpackung und Produktqualität, wohingegen Ihnen das Fulfillment volle Kontrolle über Logistikprozesse und Ihr Markenerlebnis gibt.
Dropshipping eignet sich für den schnellen Einstieg, stößt aber beim langfristigen Markenaufbau an Grenzen. Das Fulfillment hingegen unterstützt Sie bei nachhaltigem Wachstum mit flexiblen Kapazitäten.
Dropshipping ist ideal für Sie als Einsteiger, wenn Sie Nischenprodukte testen oder mit geringem Risiko in den Markt einsteigen möchten.
Fulfillment lohnt sich für Sie, wenn Sie eigene Produkte verkaufen möchten und dafür flexible und zuverlässige Logistik benötigen, die Ihre Markenidentität stärkt.
Dropshipping vs. Fulfillment

Was ist der Unterschied zwischen Dropshipping und Fulfillment

Ein zentraler Unterschied zwischen Dropshipping und Fulfillment ist das zugrunde liegende Geschäftsmodell. Denn beim Dropshipping werden keine eigenen Produkte beschafft und verkauft. Dabei kauft der Shopinhaber die Dienstleistung samt Produkten beim Dropshipping-Anbieter. Der Onlinehändler ist komplett abhängig vom Dropshipping-Anbieter und dessen Qualität hinsichtlich der verkauften Produkte und der Logistik.

Die Lieferung erfolgt direkt vom (oftmals ausländischen) Hersteller, was zu Lieferzeiten von zwei Wochen oder mehr führen kann. Retouren ins Ausland sind zudem mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Als Onlinehändler hat man hier nur bedingt Einfluss auf Qualität und Ausführung. Daher müssen Sie sorgfältig prüfen, mit welchem Anbieter Sie im Dropshipping zusammenarbeiten.

Der direkte Vergleich: Dropshipping vs. Fulfillment

Wenn man als Onlinehändler starten will, fragt man sich zu Beginn häufig: Sollen wir Dropshipping machen oder nehmen wir einen Fulfillment Partner? Die Frage ist berechtigt, kann aber so pauschal nur schwer beantwortet werden. Zumindest sollte man den Kontext und die Rahmenbedingungen abstecken, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Im Folgenden gehen wir detaillierter auf die Unterschiede ein und nehmen uns einzelne Aspekte in der Logistik genauer vor.

Wem gehören die Produkte?

Beim Dropshipping gehören die Produkte dem Unternehmen, dass sie auch verschickt. D.h., dass der Onlinehändler die verkauften Waren nicht besitzt. Sie bezahlen lediglich Gebühren für die Dropshipping-Leistungen wie Lagerung, Versand und Retouren – nicht jedoch für die Produkte. Das bietet natürlich anfangs einen deutlichen Kostenvorteil. Es müssen weder Investitionen in die Produkte noch in das Lager getätigt werden.

Im Unterschied zum Dropshipping besitzt der Onlineshop beim Fulfillment die Produkte selbst. Das Unternehmen bezahlt den Fulfillment-Partner lediglich für die übernommenen Logistik-Dienstleistungen. Hier müssen Sie als Unternehmen die Produkte selbst beschaffen. Das vergrößert die Anfangsinvestitionen im Vergleich zum Dropshipping.

Startkapital: Geringe Einstiegshürden vs. Investition in Effizienz

Neben der eigentlichen Ausführung liegt der größte Unterschied beim Startkapital.

Dropshipping ermöglicht Onlineshops einen sehr günstigen Einstieg, da keine eigenen Lagerflächen oder Vorabinvestitionen in Warenbestände notwendig sind. Produkte werden direkt vom Lieferanten an den Endkunden versendet. Der Onlinehändler fungiert dabei lediglich als eine Art “Vermittler”.

Im Gegensatz dazu erfordert das (klassische) Fulfillment-Modell eine höhere Anfangsinvestition. Hier werden Waren zunächst beschafft sowie über einen Fulfillment-Dienstleister eingelagert, kommissioniert und versendet. Dabei profitieren die Händler von professionellen Prozessen, mehr Planungssicherheit und einer höheren Kundenzufriedenheit durch schnellere Lieferzeiten und transparente Abläufe.

Kontrolle: Wer die Logistik im Griff hat, stärkt seine Marke

Ein wesentlicher Vorteil des Fulfillment-Modells ist die größere Kontrolle über Lager, Versand und Retourenmanagement. Händler können sicherstellen, dass Produkte korrekt verpackt, fristgerecht geliefert und Rücksendungen effizient abgewickelt werden. Wird das Fulfillment an einen Dienstleister ausgelagert, so verringert sich diese Kontrolle etwas. Zudem lässt sich das Markenerlebnis durch personalisierte Verpackungen oder Value Added Services gezielter steuern.

Beim Dropshipping hingegen liegt die operative Kontrolle weitgehend beim Lieferanten (Dropshipping-Anbieter). Onlineshops haben dann weder Einfluss auf Lieferzeiten noch auf Verpackung oder die Qualitätssicherung bei Produkten und beim Versand. Das kann insbesondere bei internationalen Lieferanten zu Verzögerungen oder schlimmstenfalls unzufriedenen Kunden führen.

Skalierbarkeit und langfristige Perspektiven

Dropshipping eignet sich gut für den schnellen Einstieg in den Onlinehandel oder zum Testen neuer Produkte. Wer jedoch langfristig eine Marke aufbauen und stabile Umsätze erzielen möchte, stößt schnell an seine Grenzen. Vor allem die fehlende Kontrolle über Produkte, Lagerbestände und Lieferzeiten erschweren nachhaltiges Wachstum.

Das Fulfillment hingegen bietet mit dem passenden Anbieter Skalierbarkeit und nachhaltiges Wachstum. Als professioneller Fulfillment-Anbieter passen wir von PVS Europe unsere Lager- und Versandkapazitäten flexibel an Ihre Bedürfnisse an, sodass Sie auch in Peak Seasons wie Weihnachten oder der Black Week effizient skalieren können. Gleichzeitig bleibt Ihre Markenidentität gewahrt. Das ist ein entscheidender Vorteil im D2C-Geschäft.

Wie entscheide ich mich für Dropshipping oder Fulfillment?

Beide Modelle haben ihre Stärken und Schwächen. Dropshipping bietet Flexibilität und niedrige Einstiegshürden, während das (ausgelagerte) Fulfillment bessere Kontrolle und Skalierbarkeit verspricht. Die Wahl hängt von Ihren konkreten Zielen, Ressourcen und Anforderungen an Produktqualität und Logistik ab.

Zusätzlich sollten Sie sich fragen: Was ist mein Geschäftsmodell und welche Produkte will ich verkaufen? Auf dieser Basis können Sie dann grundsätzlich folgende Entscheidungen treffen:

  • Für Dropshipping: Ideal für Einsteiger, Nischenprodukte und schnelle Markttests mit sehr geringem oder keinem Startkapital. Sie benötigen kein eigenes Lager und müssen keine Produkte beschaffen.
  • Für Fulfillment: Lohnt sich für Shops mit wachsendem Bestellaufkommen und Fokus auf zuverlässiger Logistik. Bei der Zusammenarbeit mit einem Fulfillment-Dienstleister hat man eine schnelle Lieferung und zuverlässiges Retourenmanagement. Die Lagerung kann jederzeit eingesehen und überwacht werden, um Engpässe im Onlineshop zu vermeiden.

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